Schutzglas Monitor
Aufbau und Entwicklung eines spezialisitierten Monitoringsystems zur Schutzverglasung historischer Kirchenfenster
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Das Projekt „Schutzglas Monitor“ begann im März 2026 und endet am 28. Februar 2027. Es wird im Rahmen des Interreg-VI-Programms Deutschland-Niederlande als Teil des Teilprogramms INDUSTR_I4.0 durchgeführt und von der Europäischen Union gefördert. Das Projekt verfügt über ein Gesamtbudget von rund 99.992,90 Euro. Davon werden genau 50 % von den drei Projektpartnern selbst finanziert. Weitere Informationen finden Sie unter: https://deutschland-nederland.eu/
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Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Erprobung eines IoT‑basierten Monitoringsystems für Schutzverglasungen historischer Kirchenfenster, das den Scheibenzwischenraum dieser klimatisch überwacht und so den Schutz wertvoller Glasmalereien bei gleichzeitig effizientem Energieeinsatz ermöglicht.
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Schutzverglasungen für historische Kirchenfenster werden bislang nur in wenigen Fällen eingesetzt – unter anderem am Xantener Dom. Wegen höhe Investitionskosten und belastbare Erkenntnisse über das tatsächliche Klimaverhalten im Scheibenzwischenraum fehlen. Entscheidungen zu Aufbau und Belüftung von Schutzverglasungen beruhen nicht auf kontinuierlichen Messdaten. Die geplante Lösung schafft erstmals ein spezialisiertes, miniaturisiertes IoT‑Monitoringsystem für diesen Zwischenraum, das mehrere Klimaparameter (Temperatur, Feuchte, Druck, Oberflächentemperatur, Luftströmung) dauerhaft erfasst und auswertet. Der innovative Kern liegt insbesondere in der unauffälligen Luftströmungsmessung im sehr engen Zwischenraum und der Kombination aus Sensorik, Funkvernetzung und digitaler Auswertung zu einem anwenderfreundlichen Gesamtsystem.
Entwicklung eines kompakten Sensorsystems zur kontinuierlichen Erfassung von Lufttemperatur, relativer Luftfeuchte, Luftdruck, berührungsloser Oberflächentemperatur und Luftströmung im Zwischenraum zwischen Originalglas und Schutzverglasung.
Entwicklung einer miniaturisierten drahtlosen Lösung zur Luftströmungsmessung, die in weiteren Szenarien unauffällig integrierbar ist und auch sehr geringe Luftbewegungen erfassen kann, ohne die Bausubstanz oder das Erscheinungsbild zu beeinträchtigen
Pilotierung des Systems an repräsentativen Kirchenstandorten (am Xantener Dom), um verschiedene Schutzverglasungs- und Belüftungskonzepte anhand realer Messdaten vergleichen zu können.
Ableitung praxisnaher Planungs‑ und Betriebsempfehlungen für Schutzverglasungen (Lüftung, Aufbau, Materialien, Betriebsstrategien), die von Planungsbüros, Glasbau‑, Metallbau- und Restaurierungsbetrieben angewandt werden können.
Schaffung einer übertragbaren, marktnahen IoT‑Lösung (Sensorik + Datenplattform + Visualisierung), die künftig auch in anderen Anwendungen mit sensibler Bausubstanz (z. B. Museen, weitere denkmalgeschützte Gebäude, Spezialverglasungen) von KMU eingesetzt werden kann und so zur Digitalisierung von Handwerk und Bauwirtschaft beiträgt.
Projektpartner
Lead Partner
Deutscher Partner
Niederländischer Partner
Assozierter Partner
Gefördert durch